Anteilnahme
10. Februar 2026
Nachricht der Botschafterin
Die Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland, Maike Friedrichsen hat sich in einer Nachricht an eine Hinterbliebene gewandt:
Sehr geehrte Frau Klinke-Moser, sehr geehrte Familienangehörige und Freunde,
am 9. Februar habe ich in Puerto Plata an der Gedenkveranstaltung zum 30. Jahrestag des Flugzeugabsturzes des Birgenair-Fluges 301 teilgenommen.
Gemeinsam mit der Vizebürgermeisterin der Stadt sowie Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Institutionen gedachten wir der 189 Menschen, die am 6. Februar 1996 ihr Leben verloren. Eine Militärkapelle spielte die Nationalhymnen; die Zeremonie war von großer Würde und stiller Anteilnahme geprägt.
Gerne möchte ich mich persönlich an Sie wenden: Auch nach drei Jahrzehnten bleibt der Verlust von Eltern und anderen Angehörigen unermesslich. Viele der Opfer waren als Urlauber in die Dominikanische Republik gekommen – in Erwartung unbeschwerter Tage. Dass ihre Reise so tragisch endete, berührt uns bis heute tief.
Im Namen Deutschlands spreche ich Ihnen und Ihrer Familie mein aufrichtiges Mitgefühl und meine Verbundenheit aus. Die Opfer sind nicht vergessen. Ihr Andenken wird in der Dominikanischen Republik weiterhin in Ehren gehalten.
Mit stillem Gruß
Maike Friedrichsen
Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland
„ENERGÍA E HIDROCARBUROS PLUS“ berichtet
In einer feierlichen und emotionalen Zeremonie nahmen diplomatische und religiöse Würdenträger sowie Vertreter der Zivilgesellschaft an der Gedenkfeier zum 30. Jahrestag des Unglücks von Birgenair Flug 301 teil.
30 Jahre
6. Februar 2026
Dom.Rep. 6. Februar 1996 23Uhr /
Deutschland: 7. Februar 1996 4Uhr
Vor 30 Jahren stürzte eine Passagiermaschine
in der Dominikanischen Republik ins Meer.
189 Menschen verloren ihr Leben.
Viele Familien wurden durch dieses tragische Unglück auseinandergerissen.
Es gab keine HOFFNUNG
Wir denken heute besonders an unsere Verstorbenen:
An unsere Eltern, Kinder, Geschwister, unsere Familienangehörige, an alle unsere Lieben, die beim Absturz ihr Leben verloren haben. Heute stehe ich hier und blicke zurück auf 30 vergangene Jahre:
Es begann alles am 7.Februar 1996 mit einer schrecklichen Nachricht. Hilflos waren wir unserem Schicksal ausgeliefert.
SCHOCK ANGST SCHMERZ
… eine große TRAURIGKEIT bestimmten unser Leben.
Und es gab ein Wort, das uns verfolgte: „WARUM?“
Von einem Tag auf den anderen, war nichts mehr, wie es war!
Wir haben hier 189 Lichter- für jeden unserer Verstorbenen.
Nun stehe ich hier und frage mich:
Wo ist die Zeit geblieben? 30 Jahre sind wir nun miteinander verbunden.
30 Jahre in denen wir vieles gemeinsam durchlebt haben:
Angst, Traurigkeit und Schmerz- wir konnten alles miteinander teilen. Wir waren nicht mehr allein mit unserem Schicksal.
Als ich die Rede geschrieben habe, viel mir ein Zitat aus der Bibel ein:
„Wo zwei oder drei in deinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter euch!“ (Matthäus 18.20)
30 Jahre in der sich eine Gemeinschaft entwickelt hat. Wir konnten wieder Freude empfinden, schöne Momente erfahren. Wir haben in der Gruppe erlebt: Menschen, die sich zuhören, sich gegenseitig helfen. Und es entwickelte sich daraus eine Gruppe, die stärkt, die gemeinsam aktiv wird, organisiert für die Gemeinschaft und vieles, vieles mehr.
Gemeinsame Gottesdienste (in Frankfurt, in Berlin, aber auch in der Dominikanischen Republik) sowie viele gemeinsame Treffen (auch mit der Berliner Gruppe) trugen dazu bei, das aus „Fremden Freunde wurden“ – wir diese Gemeinschaft erleben durften.
Und da es ein Land gibt, mit dem uns mehr verbindet, sind einige von uns auch miteinander in die Dom.Rep. gereist.
Mein besonderer Dank gilt hier Sybille und Hartmut Jatzko. Ihr habt es möglich gemacht, dass eine Gemeinschaft entstehen kann. Ohne eure Eigeninitiative und euer Engagement wäre diese Gruppe, in dieser Form, nie zusammengekommen. Ihr habt uns Raum und Zeit gegeben um uns austauschen und für uns den Grundstein gelegt, damit wir wieder festen Boden unter den Füßen bekommen, um letztendlich wieder ins Leben zurückfinden können.
Danke!
Zum Abschluss möchte ich noch auf ein Zitat von Rainer Maria Rielke hinweisen, der Schmerz und die Trauer haben sich umgewandelt und wir wissen nun wo wir unsere Angehörigen finden können- nämlich in unseren Herzen:
Wenn ihr mich sucht,
sucht mich in Euren Herzen,
habe ich dort eine Bleibe gefunden
Lebe ich in euch weiter.
Ich denke das haben wir alle geschafft:
Unsere Verstorbenen haben alle einen sehr guten Platz in unseren Herzen gefunden!
Eine Hinterbliebene
Einladung zur Gedenkfeier nach Frankfurt und Berlin
17. November 2025
Liebe Hinterbliebene und liebe Freunde,
30 Jahre sind nun vergangen und wir werden aller Opfer dieses Flugzeugabsturzes gedenken.
Die Wunden, die durch diesen Verlust entstanden waren, sind wieder spürbar tun weh und gemeinsam im Kreise der Schicksalsgemeinschaft wird die Nähe helfen.
Unser Vorstandsmitglied der Stiftung Hilda Schneider wird mit viel Erfahrung uns pastoral begleiten. Ernst Turba wird musikalisch bewegende Musik einbringen. Ivonne Gerster als Vorsitzende des Beirates der Stiftung wird uns alle mit der Organisation unterstützen.
Wir treffen uns am:
Samstag, dem 07. Februar 2026 um 11.00 Uhr,
in der Trauerhalle des Frankfurter Hauptfriedhofs, Eckenheimer Landstraße
Kontaktpersonen für Frankfurt sind:
Nach dem gemeinsamen Gang zum Gedenkstein werden wir uns im Café „Ruppel“ gegenüber dem Hauptfriedhof treffen, um uns noch unterhalten zu können.
In Berlin wird dieses Jahr zeitgleich der Gedenkgottesdienst stattfinden am:
Samstag, 07. Febr. 2026 um 11.00 Uhr
in der „Alten Dorfkirche,“ Kirchstraße 2 a, (früher Dorfstr. 4a) in 12529 Schönefeld
Kontaktpersonen für Berlin sind:
Peter und Hannelore Leimbach
Patrick Huber vom Österreichischen Luftfahrtsmagazin schreibt ein Buch mit Nachsorge über den Absturz der Birgenairmaschine. Es wird Mitte Dezember herauskommen. Weitere Infos folgen.
Mit lieben Grüßen
Ivonne, Hilda und Sybille
Gedenken in Frankfurt und der Dominikanischen Republik
11. Februar 2023
Am Samstag den 11. Februar 2023 traf sich eine kleine Gruppe zum Gedenken an den Absturz der Birgenair-Maschine in der Dominikanischen Republik am 7. Februar 1996.
Auch in der Dominikanische Republik wurde durch die Botschafterin ein Blumengesteck am Gedenkstein niedergelegt.
Sybille Jatzko hielt in Frankfurt eine kurze Andacht. Leider konnten viele nicht kommen, da Erkrankungen sowie teils weite Anreisen die Teilnahme am Gedenken verhinderte.
26. Jahrestag
6. Februar 2022
Nachdem es im vergangen Jahr Probleme mit der Friedhofsverwaltung gegeben hatte, wurden anlässlich des 26. Jahrestages kein gemeinsames Gedenken in Frankfurt organisiert.
Im Laufe des Tages sind einige Hinterbliebene am Gedenkstein eingetroffen – der Gedenkstein wurde gereinigt, Blumen niedergelegt und den Toten gedacht.
In der Dominikanischen Republik wurde von der deutschen Botschaft am Jahrestag ein Kranz am Gedenkstein niedergelegt. Auch in der Dominikanische Republik hat man uns nicht vergessen.
Gedenken 2021
6. Februar 2021
Anlässlich des 25. Jahrestag des Flugzeugabsturzes der Birgenair Maschine gedachten wir sowohl in Puerto Plata als auch in Frankfurt den Verstorbenen dieser Katastrophe.
Zum 25. Jahrestag
1. Februar 2021
Anlässlich des 25. Jahrestags der Birgenair Katastrophe, gedenken wir gemeinsam mit Hinterbliebenen den Opfer des Flugzeugabsturzes in der Karibik.
Gedanken einer Hinterbliebenen
1. Februar 2021
Gedanken von Melanie Klinke-Moser zum 25. Jahrestag der Birgenair Katastrophe.
Gedenken 2020
6. Februar 2020
Mit einer kleinen Gruppe der Hinterbliebenen des Flugzeugabsturzes in der Dominikanischen Republik vom 6. Februar 1996 wurde der getöteten Angehörigen gedacht.
Sybille und Hartmut begleiteten dieses Gedenken. Viele waren erkrankt und wurden in Gedanken mit einbezogen.